15.09.2026 | 6 Bilder

5 Tipps für mehr Longevity im Hotel

Gesunde Snacks, bessere Öffnungszeiten, Lärm-Check: Laut LNGVTY reichen vergleichsweise einfache Mittel, um wesentliche Longevity-Grundpfeiler zu verbessern – und ganz nebenbei glaubwürdig zu bleiben
Bad Gastein - Hotelpool bei Nacht © LNGVTY

Einen ausreichend langen Pool mit schönem Ausblick und akzeptablen Öffnungszeiten bietet das Straubinger Grand Hotel in Bad Gastein.“

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München, 16. September 2026 – In den Bereichen Schlaf, Fitness oder Ernährung reichen oft unspektakuläre Maßnahmen aus, um nicht nur die zahlungswillige und anspruchsvolle Longevity-Zielgruppe, der Routinen auf Reisen wichtig sind, besser zu erreichen, sondern auch den gesundheitsbewussten Gast allgemein.

Laut LNGVTY findet ein Wandel des Luxusbegriffs in der Hotellerie statt. „Die Qualität von Faktoren wie Lage, Design, Zimmergröße und Service wird durch die Longevity-Brille neu betrachtet. Es geht weiterhin um Material, Haptik und Erlesenheit. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie das Ergebnis dieser Faktoren auf das eigene Longevity-Konto des Gastes einzahlt“, sagt Valerie Constanze Dietrich, Co-Founderin von LNGVTY (www.lngvty.eu). Co-Founder Kai Oppel ergänzt: „Ein Hotel muss keine Kältekammer anschaffen, um für die Longevity-Zielgruppe relevant zu werden. Es muss zunächst verstehen, wie diese Menschen leben. Viele Longevity-Enthusiasten wollen auf Reisen vor allem ihre Routinen und Protokolle fortsetzen. Sie empfinden es als Luxus, wenn sie auch auf Reisen ohne viel Aufwand mehr gesunde als ungesunde Lebensgewohnheiten einhalten können.“ Oppel und Dietrich haben fünf Bereiche identifiziert, in denen die Hospitality-Branche ihre Hausaufgaben machen muss.

1. Schlaf: Erst die LEDs ausschalten, dann über Sleep Tech nachdenken

Schlaf gehört zu den wichtigsten Grundlagen von Regeneration – und ausgerechnet hier können bereits Kleinigkeiten ein ansonsten gutes Hotelzimmer entwerten. Hotels sollten deshalb jedes Zimmer konsequent aus Sicht eines schlafenden Gastes überprüfen. Lässt sich der Raum vollständig verdunkeln? Dringen Geräusche vom Flur, von der Straße, von Aufzügen oder technischen Anlagen ins Zimmer? Leuchten nachts LEDs von Fernseher, Telefon, Rauchmelder, Klimasteuerung oder smarter Haustechnik? Gerade die Lichtplanung verdient mehr Aufmerksamkeit. Abendliche Beleuchtung beeinflusst, je nach Helligkeit und Spektrum, den zirkadianen Rhythmus. Manchmal sind eine gute Verdunkelung, Ruhe und das Abkleben einer unnötigen LED wertvoller als das nächste Gadget. Auch kleine Amenities können zeigen, dass ein Haus das Thema verstanden hat: Schlafmaske und Ohrstöpsel kosten wenig, können für Gäste aber einen relevanten Unterschied machen.

2. Ernährung: Gesunde Optionen müssen Standard sein – nicht Sonderwunsch

Auch beim Essen lässt sich laut LNGVTY mit überschaubarem Aufwand viel erreichen. Entscheidend ist nicht, dass jedes Hotel ein Longevity-Menü entwickelt. Wichtiger ist, dass Gäste unkompliziert eine gesündere Wahl treffen können. „Das beginnt auf dem Zimmer. Warum besteht die Minibar fast ausschließlich aus Alkohol, Schokolade und salzigen Snacks? Ungesalzene Nüsse oder Recovery-Drinks lassen sich problemlos ergänzen. Es braucht nicht die komplette Palette von Recovery- über Probiotic- bis hin zu Adaptogenic-Drinks. Ein Hotel baut seine Glaubwürdigkeit nicht auf, indem es sich als Supplement-Dealer positioniert, sondern indem es eine oder zwei sinnvolle Alternativen anbietet“, sagt Valerie Constanze Dietrich. Ähnliches gilt für das Frühstück. Gibt es Porridge, sollte eine Variante ohne zugesetzten Zucker verfügbar und erkennbar sein. Zucker, Honig, Früchte oder andere Toppings können separat angeboten werden – die Entscheidung trifft der Gast. Gleiches gilt für frische, proteinreiche und möglichst wenig verarbeitete Optionen. „Gesund essen sollte im Hotel nicht komplizierter sein als ungesund essen“, fasst Oppel zusammen.

3. Fitness: Ein gutes Gym nützt wenig, wenn es geschlossen ist

Viele Hotels haben in den vergangenen Jahren in Fitnessbereiche investiert. Häufig liegt das Problem deshalb weniger beim Vorhandensein als bei der Nutzbarkeit. Gerade Geschäftsreisende trainieren früh am Morgen – bevor Frühstück, Termine oder Konferenzen beginnen. Öffnet der Fitnessbereich erst um 7 Uhr, geht das an einem relevanten Teil der Zielgruppe vorbei. LNGVTY empfiehlt, Fitnessangebote möglichst rund um die Uhr, mindestens aber ab etwa 5 Uhr morgens zugänglich zu machen. Gleichzeitig sollten Hotels auch die Abendstunden berücksichtigen. Nicht jeder Gast kann seinen Trainingszeitpunkt frei wählen. Mit Blick auf den Schlaf kommt es dabei vor allem auf Intensität und zeitlichen Abstand zur Nachtruhe an: Aktuelle Untersuchungen sprechen nicht dafür, Bewegung am Abend pauschal zu vermeiden; sehr intensive Belastungen nahe an der Schlafenszeit können den anschließenden Schlaf jedoch beeinträchtigen. Neben den Öffnungszeiten zählt die Qualität: Ein paar Cardiogeräte allein ergeben noch kein zeitgemäßes Fitnessangebot. Krafttraining, funktionelles Training und einfache Outdoor-Empfehlungen erweitern die Möglichkeiten oft ohne große zusätzliche Flächen.

4. Recovery: Nicht nur fragen, was vorhanden ist – sondern wann

Sauna, Pool und Recovery-Angebote sind für viele Hotels selbstverständlich. „Für uns lautet die entscheidende Frage jedoch: Kann der Gast sie auch dann nutzen, wenn er sie braucht?“, fragt Dietrich. Wenn Sauna oder Pool bereits am frühen Abend schließen oder erst spät am Morgen öffnen, sind für viele Gäste nur eingeschränkt nutzbar. Hotels sollten deshalb nicht nur Umfang und Qualität ihrer Recovery-Infrastruktur prüfen, sondern auch deren Öffnungs- und Betriebszeiten.

5. Prävention: Glaubwürdigkeit vor Biohacking

Der vielleicht wichtigste Rat betrifft laut LNGVTY jene Angebote, die über klassische Hospitality hinausgehen. Longevity bewegt sich zunehmend an der Schnittstelle zwischen Hotel, Wellness und Medizin. Diagnostik, Blutanalysen, Infusionen oder andere medizinisch anmutende Leistungen erfordern deshalb eine andere Sorgfalt als Sauna oder Fitnessstudio. „Hotels müssen nicht selbst zu Gesundheitszentren werden, um Longevity glaubwürdig abzubilden. Wer medizinische Leistungen anbietet, sollte aber transparent kommunizieren, mit qualifizierten Fachpartnern arbeiten und keine Wirkungsversprechen machen, die das Angebot nicht einlösen kann“, warnt Dietrich. „Je spektakulärer das Angebot, desto wichtiger wird die Frage nach der Evidenz.“ Longevity dürfe nicht zur nächsten Marketinghülse für Wellness werden. LNGVTY selbst arbeitet daher nach dem Motto „Verifying Longevity“. Dietrich: „Wir machen mit unserem Score sichtbar, was ein Hotel tatsächlich für Schlaf, Bewegung, Ernährung und Regeneration leistet – nicht, wie oft das Wort Longevity auf der Website steht.“

Über LNGVTY
Über LNGVTY

LNGVTY ist eine von Kai Oppel und Valerie Constanze Dietrich gegründete Bewertungs-, Zertifizierungs- und Orientierungsplattform für Longevity in der Hospitality-Branche. Unter dem Leitgedanken „Verifying Longevity“ identifiziert LNGVTY Hotels, die Gesundheit, Regeneration und langfristiges Wohlbefinden nicht nur versprechen, sondern im konkreten Gästeerlebnis ermöglichen. Grundlage ist ein reproduzierbarer LNGVTY Score aus acht gewichteten Dimensionen – von Schlafqualität und Ruhe über Ernährung und Recovery bis zu Licht, Raumklima und Fitness. Weitere Informationen und Bewerbungen unter www.lngvty.eu.

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Bilder (6)

Bad Gastein - Hotelpool bei Nacht
1 748 x 1 310 © LNGVTY
Hotelpool Bad Gastein - Straubinger LNGVTY
3 648 x 2 736 © LNGVTY
Frühstücksangebot im Rosewood München
2 000 x 1 500 © LNGVTY
Die Gründer von LNGVTY Kai Oppel und Valerie Constanze Dietrich
6 143 x 4 095 © LNGVTY / Markus Werner
Valerie Constanze Dietrich, Co-Founder LNGVTY
4 095 x 6 143 © LNGVTY / Markus Werner
Kai Oppel - Gründer von LNGVTY
4 108 x 6 162 © Markus Werner

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