13.01.2026 | 5 Bilder

Bewährtes behalten, Neues wagen: Taufkirchner wollen Quartier am Bahnhof über Grenzen hinausdenken

Viele Taufkirchner haben konkrete Ideen, was sie vom neuen Quartier am Bahnhof wünschen – und was nicht. Das zeigt eine Auswertung der jüngsten Informationsveranstaltung.
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Taufkirchen, 13. Januar 2026. „Die Bürgerinnen und Bürger von Taufkirchen haben großes Interesse an den zentralen Gestaltungsformen sowie den Leitlinien, die die Planung des Quartiers bestimmen“, sagt Christian Hörmann von der CIMA mit Blick auf die Ergebnisauswertung. Die CIMA Beratung + Management GmbH hat mehr als 50 Fragen und Ergebnisse aus fünf verschiedenen Themeninseln zusammengetragen, die zur letzten Veranstaltung zum Jahresende mit mehr als 150 Teilnehmern bei Gesprächen und mithilfe vieler Workshopkärtchen gesammelt wurden. Anfang Februar soll es eine weitere Dialogveranstaltung geben.

Besonders im Fokus stehen das Erscheinungsbild und die Funktionen des neuen Quartiers. „Die Fragen und Anregungen zur Einbindung bestehender Gebäude wie Tankstelle, Cube und Penny verdeutlichen, wie wichtig den Bürgern ein Quartier ist, das im Alltag funktioniert. Es zeigt sich zudem, dass einige das Quartier als wichtigen Impuls für den gesamten Ort sehen, um bessere Strukturen zu schaffen“, erklärt Bauamtsleiter Stefan Beer.

Ebenfalls im Fokus steht laut Auswertung die Verkehrssituation rund um den Bahnhofsplatz und die Wegeführung für Fußgänger und Radfahrer. Einige Bürger befürchten mögliche Rennstrecken und mangelnde Sicherheit von Fuß- und Radwegen.

Konkret diskutiert werden die Zuwege über die Waldstraße und die Regelung für Einbahnstraßen. „Die Angst der Radfahrer vor Rasern in der Eschenstraße ist unbegründet, denn die Einbahnstraße wird künftig nicht von zusätzlichem Kfz-Verkehr belastet werden. Die Mehlbeerenstraße, die bisher eine Sackgasse ist, wird die Haupterschließung zum Bahnhof und im neuen Quartier von beiden Seiten befahrbar sein. Dadurch fängt die Mehlbeerenstraße den zusätzlichen Kfz-Verkehr ab.“, sagt Alexander Süßmuth, Projektleiter der Planungsgesellschaft Stadt-Land-Verkehr GmbH. Verkehrsgefährdung befürchten einige Taufkirchner nicht nur auf der Straße, sondern auch auf dem Eschenboulevard. „Viele wünschen sich einen 5-Minuten-Ort, der ein lebendiges Miteinander ermöglicht. Dazu gehören bereits heute Gestaltungsfragen, wie Radfahrer und Fußgänger achtsam auf dem Eschenboulevard miteinander agieren“, sagt Süßmuth.

Ganz oben auf der Prioritätenliste steht für viele Taufkirchner der Wunsch, die Fußwegunterführung am S-Bahnhof zu verbreitern und für Radfahrer ohne Absteigen passierbar zu gestalten. Dies könnte sich jedoch wegen der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn als schwierig gestalten. Auch die Freiraumgestaltung wird rege diskutiert. Gefordert sind im Zuge der Neuplanungen demnach Radwege in und aus Taufkirchen, die den Ort sicher und barrierefrei mit der Umgebung verbinden.

Die Gestaltung des Bahnhofvorplatzes ist vielen Taufkirchnern ein wichtiges Anliegen. Sie wünschen sich einen attraktiveren und sicheren öffentlichen Ort, der barrierefrei und verkehrsberuhigt ist – ohne dass die Erreichbarkeit des Bahnhofs leidet.

Ein weiteres Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ist bezahlbarer Wohnraum und ein funktionierender Einzelhandel. Sie wollen eine ausgewogene Mischung aus bekannten lokalen Geschäften und neuen Angeboten. Dafür müssten die Mieten für ansässige Händler wie Karim-Market, Schuster, Pfister oder Vinzenzmurr realistisch bleiben. „Die Menschen wollen wegen der gewachsenen Beziehungen einige lokale Geschäfte erhalten“, sagt Christian Hörmann.

Viel Wert wird laut Auswertung auf Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sowie soziale Durchmischung gelegt. Kritisch betrachtet wird die Bebauungsdichte vor allem dann, wenn es nicht genügend Grün- und Freiflächen geben sollte. Die Planung berücksichtigt daher insbesondere öffentliche und private Grünflächen, Spielflächen und Boulevards für Freizeit und Erholung. Durch gezielte Maßnahmen wie Neupflanzungen, Regenwassermanagement und Dachbegrünung sollen nachhaltige, lebenswerte Räume entstehen. Mehr Grünflächen und Freiräume für alle Altersgruppen sollen die Lebensqualität im Quartier und in Taufkirchen steigern und sind für viele Taufkirchner eine Kompensation für die Gebäudehöhen.

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Bilder (5)

Informationsveranstaltung Entwicklung im Dialog am 25.11.25 in Taufkirchen
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Informationsveranstaltung Entwicklung im Dialog am 25.11.25 in Taufkirchen
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Projektmodell Quartier am Bahnhof in Taufkirchen
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Informationsveranstaltung Entwicklung im Dialog am 25.11.25 in Taufkirchen
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Ullrich Sander, Bürgermeister der Gemeinde Taufkirchen
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