Mehr Einheiten, kürzere Bauzeit und höhere Qualität: Die City 1 Group hat ein Sanierungssystem entwickelt, mit dem das Unternehmen sein Portfolio im bewohnten Zustand schrittweise energetisch erneuert
Neu-Isenburg. (04. August 2026): „Verglichen mit anderen Unternehmen, die Leistungen in diesem Umfang ausführen, sind wir mindestens doppelt, teilweise dreifach so schnell“, sagt Oktay Afyon, Projektleiter Sanierungen bei der City 1 Group. Nachfolgend erläutert er fünf wesentliche Kernelemente von gelungenen Sanierungen.
- Lernen aus Erfahrung.
An der Südlichen Ringstraße in Frankfurt hat die City 1 Group 65 Wohneinheiten aus Ende der 60er Jahre saniert. Ein Jahr später folgte die Nördliche Ringstraße mit 81 Einheiten baugleichen Typs. „Obwohl es mehr Wohnungen waren, haben wir es in weniger Zeit geschafft. Was wir an der Südlichen Ringstraße gelernt haben, haben wir weiter optimiert“, erklärt Afyon. Er erinnert sich an einen Fall, der die gesamte Versorgungsleitungsführung dauerhaft verändert hat. Als ein Mieter bei einer früheren Sanierung den Zugang zu seiner Wohnung verweigerte, ließ sich der gesamte Strang über ihm nicht fertigstellen. Seitdem verlegt die City 1 Group alle Versorgungsstränge ausschließlich im Treppenhaus und zweigt von dort in die einzelnen Wohnungen ab. Weigert sich ein Mieter, blockiert er nicht das gesamte Projekt. Eines von vielen Beispielen. Die Optimierung betrifft alle Bereiche von der Dämmung bis zur Elektrik.
- Ordnung auf der Baustelle
Bevor die erste Firma das Gelände betritt, erstellt die Bauleitung der City 1 Group einen detaillierten Baulogistikplan. Jede Firma bekommt eine exakt zugewiesene Lagerfläche. Siloanlieferungen werden vorab geregelt, alles wird eingezäunt, Mieter bekommen keinen Zugang zum Baubereich. Afyon: „Eine geordnete und saubere Baustelle verbessert die Logistik und erfordert Disziplin. Das kommt den Bauabläufen zugute.“ Die Bauleitung bereitet Themen wie Gerüst, Material und Mannschaft so vor, dass die Gewerke ohne Zeitverzug arbeiten können. Die Mehrkosten für Container und Reinigung, die bei einer einzigen Baustelle mehr als 100.000 Euro kosten, rentieren sich laut Afyon.
- Ein enger Terminplan erhöht das Tempo
Die Bauleitung arbeitet mit einem bewusst sportlich angesetzten Terminplan. Der Druck zwingt ausführende Firmen, ausreichend Personal einzuplanen. Afyon: „Wenn ich dem Dachdecker sage, er hat drei Monate Zeit, schickt er vier Leute. Wenn er weiß, dass er in einem Monat ins nächste Haus muss, plant er zwölf Mann ein.“ So verkürzt sich die Bauzeit je Gewerk und es entsteht wertvoller Puffer, den es insbesondere bei Sanierungen braucht. „Wer eine Decke öffnet, weiß nicht, was darunter liegt. Unbekannte Leitungsführungen und Überraschungen sind im Altbau eher die Regel als die Ausnahme. Kurze Einzelprojektphasen verringern Abhängigkeiten.“ Gleichzeitig müssen die Vorleistungen so weit erbracht worden sein, dass die Fachfirmen direkt loslegen können.
- Transparenz und Kommunikation erhöhen Vorfreude
Mieter müssen bei einer Sanierung im Schnitt 13 bis 15 Termine wahrnehmen. Manche dauern zehn Minuten, wie zum Beispiel eine Vermessung. Andere, wie der Fenstertausch, dauern den ganzen Tag. Die Bauleitung taktiert die Reihenfolge so, dass die Gesamtdauer der Unannehmlichkeiten kurz bleibt. „Wichtig ist es, mit den Mietern im Austausch zu bleiben und die positiven Änderungen zu kommunizieren. Ab sechs Monaten ist es mit der Geduld der Mieter irgendwann zu Ende“, weiß Afyon. Was bleibt, wenn die Handwerker abgezogen sind, sind jedoch niedrigere Heizkosten, neue Fenster, neue Leitungen und kein Schimmelrisiko durch durchrostete Altrohre. Afyon: „Es gibt wirklich keinen Mieter, der sich im Nachhinein nicht freut.“
- Außenanlagen mitbedenken
Bei jeder Sanierung plant die City 1 Group von Anfang an ein eigenes Budget für die Außenanlagen ein. Neue Bäume, Hecken und Blumen verändern, was Bewohner täglich beim Betreten des Gebäudes, beim Blick aus dem Fenster und beim Sitzen auf dem Balkon erleben. „Das ist das Schönste, was bei uns passiert. Es wird so sehr aufgewertet, dass man es kaum wiedererkennt", sagt Afyon. Die Außenanlagen verbessern die Aufenthaltsqualität spürbar und das merken die Bewohner vom ersten Tag nach Abschluss der Arbeiten.