30.06.2026 | 1 Bild

Eigentümergemeinschaft warnt vor falscher Kompromiss-Erzählung zum Bürgerentscheid

Nach Gesprächen an Infoständen sieht Eigentümergemeinschaft großen Zuspruch für die Erneuerung des Areals / Aussagen der ILT suggerieren Wahlmöglichkeit, die am 12. Juli nicht zur Abstimmung steht
Infostand Taufkirchen © SCRIVO Communications

Viele Bürgerinnen und Bürger wenden sich mit ihrer Verunsicherung durch die Aussagen der ILT an die Infostände von Gemeinde und Eigentümergemeinschaft.

Zu dieser Meldung gibt es:

Pressetext Pressetext als .txt

Taufkirchen, 30. Juni 2026 – Wenige Tage vor dem Stichtag für das Ratsbegehren und den parallel stattfindenden Bürgerentscheid zum Quartier am Bahnhof am 12. Juli warnt die Eigentümergemeinschaft vor irreführenden Darstellungen. „Viele Bürgerinnen und Bürger sind durch Aussagen und Flugblätter der Initiative Lebenswertes Taufkirchen (ILT) verunsichert“, sagt Lisa Bierling, Sprecherin der Eigentümergemeinschaft Quartier am Bahnhof.

Aus Sicht der Eigentümergemeinschaft entsteht bei diesen Aussagen der falsche Eindruck, am 12. Juli stehe eine Art Kompromiss zur Wahl: ein neues Quartier am Bahnhof, aber kleiner, niedriger oder in einer anderen Dimension. Genau das sei jedoch nicht der Fall. „Zur Abstimmung steht die grundsätzliche Frage, ob die laufende Planung fortgeführt oder gestoppt werden soll“, sagt Bierling. „Das heißt, wer für die Erneuerung des Quartiers ist, muss für die Fortführung der Planung stimmen. Ein Planungsstopp ist kein Auftrag für eine bessere oder kleinere Planung. Er ist ein Stopp.“

Die Eigentümergemeinschaft kritisiert insbesondere Formulierungen, wonach es um ein „Quartier mit Augenmaß“ oder um eine „Weiterentwicklung von Linden- und Eschenpassage“ gehe, während zugleich empfohlen werde, gegen das Ratsbegehren und für das Bürgerbegehren zum Planungsstopp zu stimmen. Damit werde aus Sicht der Eigentümergemeinschaft eine Alternative suggeriert, die nicht Gegenstand der Abstimmung ist.

Stattdessen geht es bei der Abstimmung darum, ob Taufkirchen die Planung für ein neues, gemischt genutztes Quartier am Bahnhof überhaupt fortführen kann – oder ob dieses Verfahren gestoppt und der aktuelle Status-Quo über Jahre zementiert wird.

Auch die Behauptung, durch ein Bürgerbegehren müsse die Gemeinde ihre Planungshoheit „zurückgewinnen“, weist die Eigentümergemeinschaft zurück. Die Planungshoheit liege bereits bei der Gemeinde. Sie wird über das Bebauungsplanverfahren, die Abwägungen, Beschlüsse des Gemeinderats und den städtebaulichen Vertrag ausgeübt. Der städtebauliche Vertrag ist dabei das zentrale Instrument, um konkrete Verpflichtungen der Eigentümer und Investoren gegenüber der Gemeinde verbindlich zu regeln.

„Die Gemeinde verhandelt derzeit für einen städtebaulichen Vertrag genau die Punkte, die für Taufkirchen wichtig sind“, sagt Bierling. „Ein positiver Entscheid für die Fortführung der Planung stärkt diesen Prozess und lässt eine Realisierung zeitnah möglich werden. Ein Stopp dagegen würde Taufkirchen um Jahre zurückwerfen, weil die formalen Planungsprozesse wieder bei null beginnen.“

Wichtig sei dabei die Unterscheidung zwischen Gesamtplanung „aus einem Guss“ und der anschließenden Umsetzung. Eine koordinierte Gesamtplanung bedeute nicht, dass alles auf einmal gebaut werde. Vielmehr sei sie die Voraussetzung dafür, dass einzelne Bauabschnitte später sinnvoll ineinandergreifen.

Die Eigentümergemeinschaft betont, dass die bisherige Resonanz bei den Infoständen Mut mache. „Viele Bürgerinnen und Bürger wollen, dass sich am Bahnhof endlich etwas verändert. Wir rufen alle Taufkirchnerinnen und Taufkirchner auf, sich vor der Abstimmung umfassend zu informieren und die besondere Abstimmungslogik zu beachten. Wer das Quartier am Bahnhof und die Fortführung der Planung unterstützt, muss beim Ratsbegehren mit Ja stimmen und das Bürgerbegehren zum Planungsstopp ablehnen."

Über das Quartier am Bahnhof in Taufkirchen
Mit dem Quartier am Bahnhof in Taufkirchen entsteht auf mehr als 12 Hektar zwischen Bahnlinie, Lindenring und Waldstraße in Taufkirchen im Landkreis München ein lebendiges, durchmischtes Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit mit großzügigen Grünflächen auf attraktive Weise verbindet. Mit nachhaltiger Architektur, kurzen Wegen und einem hohen Anspruch an Lebensqualität schafft das Quartier neue Impulse für die Gemeindeentwicklung. Das Quartier ersetzt ein bestehendes, monofunktionales Gewerbeareal aus den 1970er Jahren, das heutigen Ansprüchen an Architektur, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit nicht mehr entspricht.

Rund 50 Prozent der Flächen im künftigen Quartier am Bahnhof sind für Wohnbebauung vorgesehen, mit einem Mix aus Ein- bis Fünfzimmerwohnungen. Ergänzt wird das Quartier durch soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Jugendzentrum, Bürgertreff, Nachbarschaftshilfe, Bücherei, Volksschule und Ärztehaus. Damit sichert das Quartier am Bahnhof langfristig auch die ärztliche Versorgung in der Gemeinde. 

Hinter der Eigentümergemeinschaft des Quartiers am Bahnhof stehen unter anderem die Bäcker‑ und Konditoreigenossenschaft BÄKO München‑Altbayern und Schwaben, das Immobilienunternehmen Rock Capital Group, die Bernd Schwarz Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft sowie die Gemeinde Taufkirchen.

Mehr Informationen: www.quartierambahnhof.de

Pressemappe als .zip:

Sofort downloaden

Bilder (1)

Infostand Taufkirchen
1 536 x 2 040 © SCRIVO Communications

Kontakt

Lisa Bierling
Lisa Bierling

Scrivo Communications
Lachnerstraße 33
D-80639 München

tel:      +49 89 45 23 508 11
email:  lisa.bierling@scrivo.de
web:   www.scrivo.de