Gemeinde und Eigentümer reagieren auf die Bürgerwünsche: Eine weitere Informationsveranstaltung zum Quartier am Bahnhof setzt auf persönlichen Austausch statt Frontalvortrag.
Taufkirchen, 28. Januar 2026: Neuer Ort, neue Interessenten: Nach dem großen Erfolg der Informationsveranstaltung im November geht die Gemeinde Taufkirchen gemeinsam mit der Eigentümergemeinschaft „Quartier am Bahnhof" den nächsten Schritt. Am 3. Februar 2026 lädt sie zur Bürgerwerkstatt – diesmal direkt im Zentrum Taufkirchens, im Kultur & Kongress Zentrum am Köglweg. So sollen vermehrt Anwohner aus dem zentralen Ortsteil rund ums Rathaus angesprochen und in den aktuellen Planungsstand eingebunden werden.
„Bei der letzten Veranstaltung im Huber+Suhner-Areal haben wir gespürt, dass viele Bürgerinnen und Bürger noch mehr Informationen im direkten Gespräch wünschen. Darauf reagieren wir nun mit einem bewusst angepassten Format", erklärt Christian Hörmann von der CIMA-Beratung + Management GmbH. Das neue Konzept verzichtet auf lange Vorträge und setzt stattdessen direkt auf vier offene Themeninseln, an denen Fachplaner, Architekten und Projektverantwortliche für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen.
Dialog statt Podium: Das neue Veranstaltungsformat
Die Besucherinnen und Besucher können sich frei zwischen den Stationen bewegen, gezielt die Themen ansteuern, die sie interessieren, und nach Belieben kommen und gehen.
An den Themeninseln erwarten die Gäste Expertinnen und Experten zu folgenden Schwerpunkten:
- Masterplan und Gesamtentwicklung: Überblick über das Gesamtkonzept und den aktuellen Planungsstand
- Grün- und Freiflächenplanung: Gestaltung von öffentlichen Räumen und Aufenthaltsqualität im neuen Quartier
- Mobilität im Quartier: Verkehrskonzept, Anbindung und Mobilitätslösungen
- Nutzungen und Wohnen: Fokus auf Wohnraumplanung
An allen Themeninseln stehen Pinnwände, an denen Besucherinnen und Besucher Anregungen, Fragen und Ideen festhalten können. Bei der November-Veranstaltung wurden rund 50 solcher Hinweise gesammelt, die wertvolle Impulse für die Detailplanung geliefert haben.
Schwerpunkt Wohnen: Klarheit statt Gerüchte
Besondere Aufmerksamkeit widmet die Veranstaltung am 3. Februar dem Thema Wohnen. „Wir erleben derzeit eine gewisse Polarisierung in der öffentlichen Wahrnehmung", erklärt Christian Hörmann. „Manche befürchten ausschließlich Sozialwohnungen, andere sprechen von reinen Luxus-Apartments. Beides entspricht nicht der Realität. Unser Ziel ist es, diese Missverständnisse auszuräumen und transparent zu zeigen, welcher Wohnmix tatsächlich entsteht."
Aktuell wird im städtebaulichen Vertrag die Frage des mietpreisgebundenen Wohnraums verhandelt. „Dieser Wohnraum ist vor allem für Menschen gedacht, die im Quartier arbeiten oder leben möchten – etwa Beschäftigte in Kitas oder sozialen Einrichtungen", erläutert Hörmann.
Das Ergebnis soll ein ausgewogener Wohnmix werden, der verschiedene Lebensmodelle und Einkommensgruppen berücksichtigt – von Familienwohnungen über barrierefreie Wohnungen bis hin zu Senioren- und Pflegeeinrichtungen. „Uns ist wichtig, dass das neue Quartier am Bahnhof für alle Generationen Platz bietet und niemand an den Rand gedrängt wird", betont Hörmann.
Eigentümer vor Ort: Direkter Draht zu den Eigentümern
Die Eigentümer der Quartiersflächen sind persönlich vor Ort und stehen für direkte Gespräche zur Verfügung. Bereits bei der letzten Veranstaltung im November wurde dieses Angebot intensiv genutzt. „Der direkte Austausch zwischen Bürgerschaft und Eigentümern schafft Vertrauen und ermöglicht es, konkrete Fragen unmittelbar zu klären", sagt Lisa Bierling, Sprecherin der Eigentümergemeinschaft.
Veranstaltungsdetails auf einen Blick:
Titel: „Bürgerwerkstatt: Entwicklung im Dialog – Aus Leerstand wird Leben. So entsteht unser Quartier am Bahnhof"
Datum: Dienstag, 3. Februar 2026
Uhrzeit: 18:00 bis 21:00 Uhr
Ort: Kultur & Kongress Zentrum Taufkirchen, Köglweg 5, 82024 Taufkirchen
Format: Offener Dialog an vier Themeninseln