01.03.2025 |
Vertikale Lösung für Münchens Kitakrise: 12-Geschosser mit 350 Plätzen im Paketpost-Areal – Beteiligungsprozess mit künftigen Nutzer schafft Modell für kindgerechte Stadtentwicklung.
München, 1. April 2025. Ein vertikales Kinderparadies im Herzen von München: Auf dem Areal der ehemaligen Paketposthalle plant ein namhafter Münchner Projektentwickler in Zusammenarbeit mit SCRIVO Communications (
www.scrivo.de) Deutschlands erste Hochhaus-Kita. Das innovative Bildungshochhaus soll auf zwölf Etagen mehr als 350 Kindern Raum bieten und mit seinem partizipativen Gestaltungskonzept neue Wege bei der Entwicklung sozialer Infrastruktur gehen.
Vertikale Lösung für drängende Herausforderungen
Nach aktuellen Schätzungen fehlen in der Landeshauptstadt bis 2027 rund 6.000 zusätzliche Betreuungsplätze. Besonders in innerstädtischen Lagen wie Neuhausen wird es zunehmend schwieriger, geeignete Flächen für neue Einrichtungen zu finden.
„Wir haben uns gefragt: Wenn München in die Höhe wächst, warum nicht auch die Kinderbetreuung? Das Projekt zeigt, dass urbane Verdichtung nicht auf Kosten der Lebensqualität gehen muss. Im Gegenteil – durch vertikales Denken schaffen wir Räume, die Kinder und pädagogisches Fachpersonal begeistern sollen“, erklärt Tristan Thaller, Geschäftsführer von SCRIVO Communications.
Wie die Visualisierungen zeigen, soll die Hochhaus-Kita als innovativer Holzbau mit großen Fensterfronten realisiert werden. Im direkten Kontrast zu den gläsernen M-Türmen im Hintergrund setzt das Kita-Hochhaus bewusst auf natürliche Materialien und eine warme Ausstrahlung – ein Konzept, das nicht nur architektonisch, sondern auch pädagogisch überzeugt.
Ein pädagogisches Hochhaus mit thematischen Etagen
Die geplante Hochhaus-Kita umfasst eine Bruttogeschossfläche von 5.600 Quadratmetern, verteilt auf zwölf Stockwerke. Die ersten beiden Sockelgeschosse bieten mit jeweils 800 Quadratmetern großzügig dimensionierte Gemeinschafts- und Bewegungsflächen, während die darüberliegenden Etagen mit je 400 Quadratmetern Platz für spezialisierte Themenräume und Gruppeneinheiten bieten. Jede Etage erhält eine eigene thematische Ausrichtung und farbliche Kennzeichnung, wie auf den Renderings durch die farbigen Eingangsbereiche angedeutet:
- Bewegungsetage: Mit Indoor-Kletterwand, Schwebebrücke und Mini-Parcours
- Natur-Etage: Indoor-Wald mit heimischen Pflanzen, Pflanzenlabor und Bienenschaufenster
- Kreativ-Etage: Malerei-, Musik- und Theaterstudio mit professioneller Ausstattung
- Forscherlabor: Altersgerechte Experimente, Technik- und Robotikangebote
- Entspannungsetage: Multisensorische Räume mit Klang- und Lichtinstallationen
- Außenterrasse im 4. Stock: Großzügiger, umzäunter Spielbereich mit Spielgeräten und Sandkasten
- Sky-Garten: Geschützter Außenspielbereich auf dem Dach mit Sandlandschaft, Wasserspielen und Urban-Gardening-Flächen
Besonders ansprechend sind die naturnahen Wasserspielflächen im Außenbereich, die Kindern ganzjährig Naturerfahrungen ermöglichen. Für alle Altersgruppen von der Krippe bis zum Vorschulalter werden differenzierte Gruppenräume mit Rückzugsmöglichkeiten, großflächige Panoramafenster und durchdachte Akustikkonzepte realisiert. Zwei Stockwerke sind exklusiv für die pädagogischen Fachkräfte reserviert – mit Arbeits-, Fortbildungs- und Erholungsbereichen.
Partizipativer Ansatz: SCRIVO leitet Beteiligungsprozess
Eine Besonderheit des Projekts ist der von SCRIVO Communications konzipierte und geleitete Beteiligungsprozess. Die Kommunikationsagentur, die vom Projektentwickler mit Naming, Branding und der strategischen Kommunikation beauftragt wurde, übernimmt bereits in der frühen Planungsphase die Federführung für die Kommunikation.
„Statt die fertige Planung zu präsentieren und erst dann zu kommunizieren, wollen wir diejenigen in den Mittelpunkt stellen, die später in und mit dem Gebäude leben werden: die Kinder und ihre Betreuenden“, erklärt Tristan Thaller, Geschäftsführer von SCRIVO Communications. „Selbst die Namensgebung wird Teil des partizipativen Prozesses sein – die Arbeitstitel reichen von 'SkyKids' über 'Wolkennest' bis 'HöhenFlieger', doch das finale Naming soll gemeinsam mit den künftigen Nutzer:innen entwickelt werden.“
Der Beteiligungsprozess beginnt im Mai 2025 mit einer Reihe von Workshops in Münchner Kitas. Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren werden dabei spielerisch ihre Vorstellungen von Räumen zum Spielen, Lernen und Entdecken entwickeln. Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt im September 2025 im neuen Infopavillon auf dem Paketpost-Areal.
„Das Wolkennest soll mehr sein als eine Kita – er soll ein städtebauliches und soziales Statement setzen“, betont Thaller. „Gerade in einem Quartier, das München architektonisch neu definieren wird, darf die soziale Infrastruktur nicht hinten anstehen.“
Holzbau als pädagogischer Mehrwert und Nachhaltigkeitsfaktor
Das Bildungshochhaus wird als Vorzeigebeispiel moderner Holzbauweise realisiert – ein Aspekt, der nicht nur ökologisch, sondern auch pädagogisch durchdacht ist. „Während Holzbau im Bürosegment bereits als Innovationstreiber gilt, bietet er im Bildungskontext noch größere Potenziale“, erklärt Thaller. „Studien belegen, dass natürliche Materialien wie Holz das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit steigern, Stress reduzieren und das Immunsystem stärken – Effekte, die für Kinder in der Entwicklungsphase besonders wertvoll sind.“
Die biophile Gestaltung – also die Integration natürlicher Elemente und Materialien – zieht sich durch das gesamte Gebäudekonzept. Sichtbare Holzkonstruktionen dienen als haptisches Erlebnis und Lernmaterial, während die natürliche Schallabsorption des Holzes für eine optimierte Raumakustik sorgt.
Innovative Lösung für den Fachkräftemangel
Die Hochhaus-Kita adressiert auch den akuten Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung. Neben hochwertigen Arbeits- und Erholungsbereichen sind 25 Wohneinheiten im benachbarten Wohnquartier zu vergünstigten Konditionen für Mitarbeitende reserviert. „Wer in der Hochhaus-Kita arbeitet, soll auch im Quartier leben können – fußläufig und zu bezahlbaren Mieten“, erklärt Thaller. Ein überdurchschnittliches Gehaltsniveau und ein internationales Rekrutierungsprogramm ergänzen das Konzept.
„Soziale Infrastruktur“ als eigenständige Assetklasse
Das innovative Bildungshochhaus ist nicht nur ein pädagogisches Projekt, sondern positioniert sich gezielt als Vorreiter in der aufstrebenden Assetklasse „Soziale Infrastruktur“. Soziale Infrastruktur entwickelt sich von einem notwendigen Begleitfaktor zu einer eigenständigen, renditestarken Assetklasse mit stabilen Cashflows und gesellschaftlicher Relevanz.
Als Teil einer durchdachten Quartiersentwicklung bietet das Projekt mehrere Vorteile für Projektentwickler und Investoren. Die hochwertige Bildungsinfrastruktur führt zu einer messbaren Wertsteigerung des Gesamtquartiers, während die langfristigen Mietverträge für Planungssicherheit sorgen. „Unsere Analysen zeigen, dass qualitativ hochwertige soziale Infrastruktur die Vermarktungsgeschwindigkeit von Wohnimmobilien um bis zu 30 Prozent erhöhen kann“, so Thaller.
SCRIVO Communications entwickelt kommunikative Gesamtstrategie
Die Agentur SCRIVO Communications verantwortet die strategische Kommunikation rund um das Projekt – vom Naming über Stakeholder-Kommunikation bis zur visuellen Identität. „Wir verstehen uns nicht nur als Kommunikatoren, sondern als aktive Mitgestalter eines neuartigen Dialogs zwischen Projektentwicklung, Architektur und den späteren Nutzer:innen“, sagt Thaller. Die Kommunikationsstrategie umfasst neben dem partizipativen Prozess auch digitale Formate, einen Podcast zur „Zukunft der Bildungsarchitektur“ sowie eine Ausstellung zum Thema „Urban Childhood“ im Bergson Kunstkraftwerk, geplant für 2026.