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KINDER BAUEN IHR EIGENES QUARTIER: 70 NEUE KITA-PLÄTZE FÜR BERG AM LAIM

Die neue hippo campus-Kita in der Macherei München schafft 36 Krippenplätze im Stadtbezirk mit Münchens niedrigstem Krippen-Versorgungsgrad. Aufgeschlossen haben die Kinder selbst.

© Macherei München, Foto: Adrian Camo
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München, 23. Juli 2026. Wo sonst gearbeitet, gegessen und eingecheckt wird, sind jetzt Kinder eingezogen: Die hippo campus gemeinnützige GmbH hat am Mittwoch die erste Kita der Macherei München (www.die-macherei-muenchen.de) eröffnet, 70 Plätze, 36 davon in der Krippe, und bringt damit noch mehr Stadtteilalltag ins Quartier. Nirgendwo in München sind Krippenplätze knapper als in Berg am Laim. Die Kinder haben ihren neuen Ort selbst aufgeschlossen: mit einem Schlüssel, fast so groß wie sie. Und weil ein Kind, so heißt es, ein Dorf zum Erwachsenwerden braucht, haben sie gleich noch eins dazugebaut: aus Kartons, ihr eigenes Macherei-Dorf, mitten im echten.

36 Plätze dort, wo sie am meisten fehlen

Der Versorgungsgrad für unter Dreijährige lag in Berg am Laim zum Jahresbeginn bei 32 Prozent – knapp der Hälfte des städtischen Versorgungsziels von 60 Prozent; mit den neuen Plätzen steigt er auf aktuell 33 Prozent (Referat für Bildung und Sport). Dabei wünschen sich 56 Prozent der Familien im Bezirk einen Krippenplatz, so die bezirksscharfe Auswertung des Kita- und Ganztagsbarometers der Landeshauptstadt München (2025). München hat die Zahl der Krippenplätze seit 2000 mehr als versechsfacht, doch in Berg am Laim stagniert der Wert seit 2024; bis 2030 soll der Bezirk 53 Prozent erreichen. Genau hier setzt die neue Einrichtung an: Drei Krippengruppen mit je zwölf Plätzen und zwei Kindergartengruppen mit je 17 Plätzen stehen Familien aus dem Stadtteil ebenso offen wie Beschäftigten im Quartier.

„Wir fordern seit Jahren mehr Krippenplätze für Berg am Laim. Jetzt kommen 36 auf einen Schlag. Und sie entstehen dort, wo Familien und Beschäftigte sie im Alltag erreichen", sagt Fabian Ewald vom Bezirksausschuss 14 Berg am Laim.

Das Dorf, das ein Kind braucht

Was ein Kind zum Erwachsenwerden braucht, beantwortet hippo campus an der Levelingstraße konkret: rund 760 Quadratmeter im Gebäude M5, eine eigene Küche, in der täglich frisch gekocht wird (rund 80 Prozent Bio), ein über 400 Quadratmeter großer Garten und Gruppen mit höchstens 17 Kindern statt der üblichen 25. Feste Gruppen geben den Kindern Orientierung, Sicherheit und Geborgenheit. Der freigemeinnützige Träger kennt Orte wie diesen: Die meisten seiner acht Einrichtungen liegen in Bürogebäuden, die erste Ganztags-Krippe im Landkreis München eröffnete er 1990.

„Unser Leitsatz lautet: Jedes Kind braucht ein Dorf zum Erwachsenwerden. Die Macherei ist eine moderne, urbane Form dieses Dorfes – ein Ort, an dem Kita, Arbeitswelt, Geschäfte, Hotel, Gastronomie und der Quartiersplatz miteinander verbunden sind und ein lebendiges Miteinander entsteht“, sagt Rebecca Hempen, Geschäftsführerin der hippo campus gGmbH.

Vom Arbeitsort zum Alltagsort

Ein Arbeitsplatz gewinnt, wenn die Kita nebenan liegt; ein Quartier gewinnt, wenn zwischen Büros und Cafés Kinder unterwegs sind. Erreichbarkeit entscheidet laut DJI-Kinderbetreuungsstudie am häufigsten darüber, ob Eltern ein Betreuungsangebot überhaupt nutzen können. Die neue Einrichtung verkürzt die Wege gleich doppelt: für Familien aus dem Viertel und für Eltern, die im Quartier arbeiten. Bei ihnen liegen Kita und Arbeitsplatz dann nur einen Quartiersplatz auseinander.

„Ein Stadtteil wächst nicht an Quadratmetern, sondern an Orten, an denen Menschen bleiben. Eine Kita ist so ein Ort“, sagt Kyra Metzger, Quartiersmanagement der Macherei München.

Den Hinweis auf den Träger gab MSD, auch um den eigenen Mitarbeitenden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern: Das biopharmazeutische Unternehmen, 2018 und 2023 mit dem Unternehmenspreis „Erfolgreich.Familienfreundlich“ der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet, ist seit 2021 in der Macherei München ansässig und war bereits an seinem früheren Standort in Haar rund 25 Jahre mit hippo campus verbunden. So trafen der Bedarf im Stadtteil, die Erfahrung mit dem Träger und die Pläne von ACCUMULATA zusammen.

Ein Quartier aus Kartons, ein Quartier aus Ziegeln

Beim Familienfest ist im Kleinen entstanden, was die Macherei München im Großen ausmacht: ein Quartier mit Kita, Café, Büro und Begegnung. Das Karton-Dorf der Kinder ist zwischen Fassaden aus Ziegeln gewachsen, einer Reminiszenz an die Ziegeleien, die Berg am Laim einmal geprägt haben. Anmeldungen laufen über den kita finder+ der Stadt München; mehr zur Kita unter www.hippocampus-kita.de.

Die neue hippo campus-Kita in der Macherei München

  • 70 Plätze: 36 Krippe (drei Gruppen à 12), 34 Kindergarten (zwei Gruppen à 17)
  • Levelingstraße 4b, 81673 München, Gebäude M5, rund 760 Quadratmeter
  • Geöffnet Montag bis Freitag, 7.30 bis 17 Uhr; Außenbereich über 400 Quadratmeter
  • Eigene Frischküche, rund 80 Prozent Bio; Gruppen mit maximal 17 Kindern
  • Träger: hippo campus gemeinnützige GmbH; Elternbeiträge nach Münchner Kita-Förderung, Kindergarten derzeit beitragsfrei
Über die Unternehmen
Über die Unternehmen

ÜBER hippo campus

Die hippo campus gemeinnützige GmbH betreibt seit 36 Jahren Kindertagesstätten, Orte der frühkindlichen Bildung, in München und im Landkreis; 1990 eröffnete sie die erste Ganztags-Krippe im Landkreis München. Heute bildet, fördert und erzieht der freigemeinnützige Träger rund 350 Kinder von null bis sechs Jahren in acht Einrichtungen. Weitere Informationen unter: www.hippocampus-kita.de

ÜBER „DIE MACHEREI MÜNCHEN“

Im Münchner Stadtbezirk Berg am Laim entstand seit Herbst 2017 innerhalb von rund fünf Jahren das urbane Büro- und Geschäftsquartier „Die Macherei München“. Der Projektentwickler, ein Joint Venture aus Art-Invest Real Estate und ACCUMULATA Real Estate, hat auf der 26.400 Quadratmeter großen Grundstücksfläche an der Weihenstephaner Straße im Münchner Osten neben einem zentralen Quartiersplatz sechs Gebäude mit unterschiedlichen Architektursprachen umgesetzt. In ihnen entstanden über 75.000 Quadratmeter vermietbare Fläche für Büro, Geschäfte und Einzelhandel, Restaurants, ein Design-Hotel und ein Fitnessstudio. Auf gut 55 Prozent der Mietfläche wurden zukunftsweisende Bürowelten für bis zu 2.500 Angestellte aus national wie international etablierten Unternehmen und Start-ups geschaffen.

Für die Architektur zeichnen sich die drei international renommierten Architekturbüros HWKN Architecture, holger meyer architektur und OSA Ochs Schmidhuber verantwortlich. Herzstück des Ensembles ist das sogenannte Inkubatorgebäude, das mit rund 16.000 Quadratmetern als Start-up- und Co-Working-Hub angelegt ist. Das Quartier wurde vorrangig aus Ziegelstein errichtet – eine Reminiszenz an die früher in Berg am Laim angesiedelten Ziegelbrennereien. Im Inneren finden sich Loft-Büros mit 3,50 Meter lichten Raumhöhen und freiliegenden Leitungssystemen. Über die Hälfte des in der Vergangenheit verschlossenen Grundstücks wird für die Öffentlichkeit zugänglich und damit auch am Abend und an den Wochenenden belebt sein. Der Baustart ist im Herbst 2017 erfolgt, die Fertigstellung erfolgte im Jahr 2022.

Weitere Informationen unter: www.die-macherei-muenchen.de

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