04.03.2026 | 3 Bilder

Taufkirchen fragt, die Planer antworten: Einwohner wollen Wandel verstehen

Das Interesse der Taufkirchnerinnen und Taufkirchner am Quartier am Bahnhof wächst. Das hat sich bei der jüngsten Bürgerwerkstatt gezeigt. Besonders die Verkehrsplanung steht im Fokus.
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Taufkirchen (4.3.2026): Rund zwei Stunden lang haben mehr als 200 Teilnehmende mit Fachplanerinnen und Fachplanern gesprochen – und dabei mehr als 100 Fragen an fünf Themeninseln gestellt. Nirgendwo wie beim Verkehr wird so deutlich, wie konkret die Bürgerinnen und Bürger mitdenken. „Viele Taufkirchner fordern ein lückenloses Radwegenetz innerhalb des Quartiers und Anschlüsse an die Nachbargemeinden. Die Sicherung der P+R-Anlage am Bahnhof mit günstigen Parkgebühren ist ebenfalls ein häufiger Wunsch“, sagt Stefan Käufl von der Planungsgesellschaft Stadt-Land-Verkehr (PSLV).

Die Verkehrsplanung für das Quartier ist nach seinen Worten bewusst konservativ angelegt. Selbst im Worst Case – also wenn weniger Menschen als erhofft auf Rad, Bus und S-Bahn umsteigen – funktioniert das neue System. „Obwohl Taufkirchen in den nächsten Jahren wachsen wird, soll sich die Verkehrssituation nicht verschlechtern – an entscheidenden Stellen wird sie sogar geordneter und sicherer werden", sagt der Planer.

Eine der wichtigsten Änderungen: Die Mehlbeerenstraße, heute eine Sackgasse, wird zur zentralen Kfz-Erschließung für das Quartier und von beiden Seiten befahrbar. Das bündelt den Verkehr auf einer Hauptachse und entlastet die umliegenden Wohnstraßen. Die Eschenstraße bleibt Einbahnstraße und wird nicht zusätzlich belastet. Im Quartier selbst dreht sich die Logik um: Der Eschenboulevard gehört künftig Fußgängerinnen, Fußgängern und Radfahrenden.

Seniorenwohnen und 5-Minuten-Ort: Bürger begrüßen soziale Mischung

„Die Bürgerinnen und Bürger wollen genau verstehen, warum das Quartier so geplant ist, wie es im Modell zu sehen ist – das ist ein gutes Zeichen", sagt Christian Hörmann von der CIMA Beratung + Management GmbH, die den Planungsprozess begleitet. Sein Unternehmen hat die Ergebnisse der jüngsten Veranstaltungen ausgewertet. Gleichzeitig ist in vielen Gesprächen deutlich geworden, dass sich zahlreiche Taufkirchner und Taufkirchnerinnen einen sichtbaren Start der Umsetzung des Quartiers wünschen und gespannt darauf warten, dass die nächsten Schritte bald konkret werden. Ob Masterplan und Bebauungsplan, Grün- und Freiflächenplanung, Mobilität oder Nutzungen und Wohnen: An fünf Themeninseln hatten sich interessierte Taufkirchner über das gesamte Spektrum der Quartiersentwicklung informiert.

Auch beim Thema Nutzungen hegen viele Taufkirchner demnach klare Wünsche: Seniorenwohnen mit Dienstleistungen im Quartier – idealerweise kombiniert mit einem Ärztehaus – stößt auf breite Zustimmung. Das Prinzip des 5-Minuten-Ortes, bei dem alle wichtigen Alltagseinrichtungen zu Fuß erreichbar sind, bewerten viele als vielversprechenden Ansatz. „Wie sich bereits bei der ersten Veranstaltung gezeigt hat, wollen die Menschen wegen der gewachsenen Beziehungen einige lokale Geschäfte erhalten. Die ausgewogene Mischung aus Vertrautem und Neuem ist ihnen wichtig", erklärt Hörmann.

Über das Quartier am Bahnhof in Taufkirchen
Mit dem Quartier am Bahnhof in Taufkirchen entsteht auf mehr als 12 Hektar zwischen Bahnlinie, Lindenring und Waldstraße in Taufkirchen im Landkreis München ein lebendiges, durchmischtes Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit mit großzügigen Grünflächen auf attraktive Weise verbindet. Mit nachhaltiger Architektur, kurzen Wegen und einem hohen Anspruch an Lebensqualität schafft das Quartier neue Impulse für die Gemeindeentwicklung. Das Quartier ersetzt ein bestehendes, monofunktionales Gewerbeareal aus den 1970er Jahren, das heutigen Ansprüchen an Architektur, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit nicht mehr entspricht.

Rund 50 Prozent der Flächen im künftigen Quartier am Bahnhof sind für Wohnbebauung vorgesehen, mit einem Mix aus Ein- bis Fünfzimmerwohnungen. Ergänzt wird das Quartier durch soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Jugendzentrum, Bürgertreff, Nachbarschaftshilfe, Bücherei, Volksschule und Ärztehaus. Damit sichert das Quartier am Bahnhof langfristig auch die ärztliche Versorgung in der Gemeinde. 

Hinter der Eigentümergemeinschaft des Quartiers am Bahnhof stehen unter anderem die Bäcker‑ und Konditoreigenossenschaft BÄKO München‑Altbayern und Schwaben, das Immobilienunternehmen Rock Capital Group, die Bernd Schwarz Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft sowie die Gemeinde Taufkirchen.

Mehr Informationen: www.quartierambahnhof.de

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Bilder (3)

Informationsveranstaltung Bürgerwerkstatt Quartier am Bahnhof Taufkirchen
5 654 x 3 769 © SCRIVO Communications, Markus Werner
Stefan Käufl - Verkehrsplaner Quartier am Bahnhof Taufkirchen
5 464 x 3 643 © SCRIVO Communications, Markus Werner
Informationsveranstaltung Bürgerwerkstatt Quartier am Bahnhof
5 199 x 3 466 © SCRIVO Communications, Markus Werner

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