11.08.2026 | 6 Bilder

Vom Kasernenareal zum Wissensvorreiter

Zwischen Hochschulen, Agenturen und Tech-Unternehmen: Der Campus Infanteriestraße formiert sich immer mehr zum Münchner Wissensquartier, das sogenannte Knowledge Spillovers erleichtert.
Infanteriestraße 11 / 11A © Allgemeine Südboden

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München, 11. August 2026 – Wo früher die Infanterie stationiert war, marschieren heute immer öfter Wissensvorreiter der anderen Art auf: Kreative, Forscher, Designer, Technologen sowie KI-Pioniere. Aus dem vor über 120 Jahren entstandenen Kasernenviertel in Schwabing-West ist in den vergangenen Jahren fast unbemerkt ein urbaner Wissensraum der neuen Art entstanden. Hier teilen sich Hochschulen, Agenturen und Tech-Unternehmen nicht nur ein Areal, sondern vernetzen interdisziplinär Ideen, Expertise – und Wissen. Möglich wird dies nicht zuletzt durch die historische Raumplanung, bei der sich – wie am Campus Infanteriestraße – Gebäude um Innenhöfe gruppieren. Denn räumliche Nähe erleichtert den Austausch von implizitem Wissen. Die perfekte Voraussetzung für sogenannte Knowledge Spillovers.

„So wie es in Martinsried einen Biotech-Cluster gibt oder die TU München im ‚Kreativquartier' am Leonrodplatz den Digital Hub Mobility für digitale Mobilitätsinnovationen errichtet hat, haben wir auf dem Campus um die Infanteriestraße 11a ideale Voraussetzungen geschaffen, in denen sich Wissen sammelt und wo Wissen zwischen Unternehmen, Schulen und Forschungseinrichtungen gelebt wird“, konstatiert Maximilian von der Leyen, Vorstand der Allgemeinen SÜDBODEN.

Von AMD bis MUC.DAI

Die Allgemeine SÜDBODEN ist einer der führenden Gewerbeimmobilienentwickler in Süddeutschland und denkt langfristig. Der Innovationsführer hat bei der Konzeption des Campus an der Grenze von Neuhausen-Nymphenburg und Schwabing-West bereits vor mehr als 15 Jahren ganz bewusst die Weichen für einen Wissensstandort gestellt. So folgten auf den Einzug der Hochschule Fresenius im Wintersemester 2008/2009 als Nukleus und einer der ersten Mieter weitere Wissenswegbereiter wie die Charlotte Fresenius Universität und die AMD Akademie Mode & Design. Mittlerweile hat sich auch die Hochschule München in einem Gebäude angesiedelt – etwa mit dem Munich Center for Digital Science and AI (MUC.DAI). Von der Leyen: „Die Ansiedlung von Hochschulen und Universitäten wirkt wie ein Magnet und zieht Firmen an, die Dienstleistungen rund um Wissen und Kreativität anbieten.“

Die Forscher und Wissenschaftler arbeiten heute Tür an Tür mit international renommierten Unternehmen wie Designworks USA (BMW Group), der globalen Entertainment- und Sportagentur Creative Artists Agency (CAA) oder dem Visual-Effects-Studio RISE FX. Kreativunternehmen, Designstudios, Film- und Visual-Effects-Spezialisten sowie Kommunikations- und PR-Agenturen oder das traditionsreiche GeraNova Bruckmann Verlagshaus fühlen sich hier ebenso wohl wie Softwareunternehmen, Energie- und Gebäudeprofis oder der Eventraum Utopia, der Wissen seit Jahren erfolgreich immersiv erlebbar macht.

Von der räumlichen Nähe profitieren laut von der Leyen nicht nur die Mieter auf dem Campus an der Infanteriestraße 11a. In unmittelbarer Nachbarschaft liegen neben dem Kreativquartier an der Schwere-Reiter-Straße/Dachauer Straße mit seinen kulturellen und experimentellen Formaten zahlreiche Fakultäten der Hochschule München – von Design über Informatik, Maschinenbau und Fahrzeugtechnik bis hin zum Wirtschaftsingenieurwesen.

Impulse durch Vernetzung und kurze Wege

Räumliche Nähe wird beim Infanterie-Campus zum Funktionsprinzip. Ein Cluster von Impulsgebern beschleunigt Innovation, weil Wissen leichter „überspringt“, weil Spezialkräfte leichter verfügbar sind, weil es spezialisierte Dienstleister gibt und weil Kooperationen informeller und häufiger entstehen. Ideen wechseln nicht nur in Meetings den Raum, sondern auf dem Flur, im Freien zwischen den Gebäuden, beim Kaffee oder im gemeinsamen Projekt. Eine wesentliche Rolle spielt der Y.Pavillon mitten auf dem Campus mit seinem cleanen Industrial-Style und maßgefertigten italienischen Möbeln. Tagsüber dient er als Treffpunkt für Studierende und Mitarbeiter der umliegenden Büros. Nach den regulären Öffnungszeiten verwandelt sich der Y.Pavillon in eine Event- und Partylocation. Ein ähnliches Konzept zwischen Daily und Eventschauplatz verfolgt die Birdie-Bar, die sich in einem roten Backsteinbungalow befindet.

„Ein Campus forciert Vernetzung. Wissenschaftliche Erkenntnisse finden den direkten Weg in Gestaltung, Kommunikation und Anwendung. Kreative Impulse fließen zurück in Forschung und Lehre. Die Wissensarbeiter vor Ort profitieren von kurzen Wegen, schnellen Abstimmungen und einem gemeinsamen Verständnis für Qualität und Zukunftsthemen“, sagt Michael Dorsfeld, Senior Projektmanager Immobilienmanagement bei der Carl Remigius Fresenius Education Group. Dorsfeld hat die Ansiedlung von Fresenius maßgeblich begleitet.

Aus dem einstigen Kasernenstandort ist dadurch ein interdisziplinärer und branchenübergreifender Wissenscampus entstanden. Im Jahr 2026 präsentiert sich die Infanteriestraße 11a zugleich als Zuhause für technologische Innovation. Von der Leyen: „In Zeiten der Künstlichen Intelligenz werden solche Quartiere in München wichtiger denn je. Hier entstehen Lösungen für die großen Fragen unserer Zeit – von Datenmanagement über Kundenerlebnisse bis hin zu nachhaltiger Energie und zukunftsfähigem Bauen. Die überall dringend benötigten Innovationsimpulse entstehen durch vernetztes Wissen.“

Der Campus produziert Bilder, Botschaften, Konzepte und Marken mit einer Strahlkraft weit über München hinaus. „Das Quartier Infanteriestraße steht exemplarisch für ein neues Münchner Selbstverständnis, in dem Denken, Gestalten und Umsetzung zusammenfinden“, sagt von der Leyen.

Über die Allgemeine SÜDBODEN

Seit 1998 entwickelt und verwaltet die Allgemeine SÜDBODEN Grundbesitz AG gewerbliche Immobilien. Das Unternehmen mit Sitz in Grünwald bei München investiert im eigenen Namen und auf eigene Rechnung und schafft durch anspruchsvolle Architektur optimale Arbeitsumfelder für innovative Unternehmen - ganz im Zeichen von New Work. Zur Entwicklungsleistung des Unternehmens, einem der führenden Projektentwickler für Gewerbe in Süddeutschland, gehören Büro- und Logistikimmobilien mit einer Mietfläche von ca. 290.000 m².

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Infanteriestraße 11  11A
1 889 x 1 417 © Allgemeine Südboden
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4 600 x 3 448 © Allgemeine Südboden
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5 442 x 3 628 © Allgemeine Südboden / Markus Werner
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Kai Oppel
Kai Oppel

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