18.02.2026 | 1 Bild

Von Ärztehaus bis zu Steuereinnahmen: Mehrheit der Taufkirchner Bürgermeisterkandidaten mit klaren Vorstellungen vom künftigen „Quartier am Bahnhof“

Vier der Bürgermeisterkandidaten und Bürgermeisterkandidatinnen finden das Projekt "Quartier am Bahnhof" als wichtiges und positives Vorhaben für die Entwicklung der Gemeinde Taufkirchen.
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Taufkirchen (18. Februar 2026) – Vier der im Taufkirchener Bürgermeisterwahlkampf antretenden Kandidatinnen und Kandidaten bewerten das Projekt „Quartier am Bahnhof“ als wichtiges und positives Vorhaben für die künftige Entwicklung der Gemeinde. Sie haben konkrete Erwartungen an Nutzungsmischung, Tempo und Mehrwert für die Bevölkerung. Das geht aus der neuesten Ausgabe des Infoblatts „Quartier am Bahnhof“ (Februar 2026) hervor, in der die Bewerberinnen und Bewerber in Interviewform Stellung beziehen.

Demnach verbindet die UWT-Kandidatin Maike Vatheuer-Seele das Projekt mit der Chance auf eine attraktive Mischung und einem Signal an die Bevölkerung. „Es ist sehr wichtig, dass wir zu einem guten städtebaulichen Vertrag mit den Investoren kommen und das Quartier für die Menschen in Taufkirchen entwickelt wird“, erklärt sie in der neuesten Ausgabe des Infoblatts, die ab 20. Februar in Taufkirchen verteilt werden soll. Sie nennt als zentrale Punkte unter anderem eine „attraktive Nutzungsmischung mit Wohnraum, Nahversorgung, medizinischer Versorgung und auch mit Bürogewerbe“ sowie die Bedeutung stabiler Gemeindefinanzen – etwa über Gewerbesteuereinnahmen durch künftig im Quartier ansässige Unternehmen.

Der Grünen-Kandidat Christoph Nadler fordert eine zügige Realisierung – und knüpft daran konkrete Erwartungen an die künftige Angebotslandschaft im Ort. Er sieht in dem Projekt eine spürbare Verbesserung der Lebens- und Aufenthaltsqualität und nennt als konkrete  Bedarfe beispielsweise das Ärztehaus, fußläufige Einkaufsmöglichkeiten und Gastronomie sowie soziale Einrichtungen. „Daher ist eine möglichst schnelle Realisierung des Quartiers am Bahnhof notwendig“, sagt er.

SPD-Kandidatin Naciye Özsu beschreibt das Areal als „Visitenkarte“ des Orts – und will einen lebendigen Mix aus Wohnen und Gewerbe. „Das Quartier ist aktuell leider unsere traurigste Visitenkarte. Wenn wir einen Wettbewerb für verfallene Architektur gewinnen könnten, stünde die Eschen- und Lindenpassage ganz oben auf dem Treppchen. Das muss sich ändern“, sagt sie und wünscht sich im neuen Quartier am Bahnhof einen Mix aus Wohnen und Gewerbe, „der nicht nur Steuereinnahmen bringt, sondern Lebensqualität. (…) ein Quartier, in dem man sich gerne auf einen Kaffee trifft und das unseren Ortsteil belebt.“

CSU-Kandidat Dr. Sebastian Thoma betont die Rolle des Quartiers als Baustein für die wirtschaftliche Zukunft der Gemeinde – und als verbindendes Element zwischen Ortsteilen und Generationen. „Das Quartier am Bahnhof mit seinen geplanten Büroflächen wird einer der Bausteine sein, um eben jene finanzstarken Unternehmen nach Taufkirchen zu bringen.“ Zugleich stellt er heraus, dass das Quartier Alt- und Neutaufkirchen stärker verbinden und zur Begegnungsstätte werden solle. Ziel  sei, eine „noch breitere Akzeptanz“ in der Bevölkerung zu erreichen.

Skeptisch äußern sich hingegen AfD und ILT. Uwe Görler (AfD) sieht zwar in „der Eschenpassage (…) einen Schandfleck für die Gemeinde“, der „einer dringenden Neugestaltung“ bedarf. Dennoch wolle er den „ländlichen Charakter einer Umlandgemeinde erhalten.“ Auch ein Verkehrschaos befürchtet Görler – was die Planer durch Zahlen bisher widerlegen konnten. Jörg Pötke (ILT) kritisiert, dass das Projekt nicht schon früher realisiert worden sei und attestiert unter anderem einen Vertrauensverlust.

Am Sonntag, 8. März 2026, wählen die Bürgerinnen und Bürger in Taufkirchen eine neue Bürgermeisterin oder einen neuen Bürgermeister. Das Infoblatt „Quartier am Bahnhof“ (Februar 2026) stellt in der neuesten Ausgabe die Antworten der Kandidatinnen und Kandidaten im direkten Vergleich dar. Darüber hinaus widmet sich die nächste Ausgabe angesichts der immer wieder aufkommenden Debatte um Gebäudehöhen und Verstädterung ausführlich dem Thema Heimat – in einem Interview mit dem ehrenamtlichen Heimatpfleger Michael Müller. Ein weiterer Artikel mit Professor Johannes Ernst von Steidle Architekten stellt die Frage, ob durch moderne Ortsplanungen mittelalterliche Markt-Platz-Ideen eine Renaissance erleben können. Das Infoblatt wird im Auftrag der Eigentümergemeinschaft herausgegeben, die das neue Quartier am Bahnhof zeitnah umsetzen will.

 

Über das Quartier am Bahnhof in Taufkirchen
Mit dem Quartier am Bahnhof in Taufkirchen entsteht auf mehr als 12 Hektar zwischen Bahnlinie, Lindenring und Waldstraße in Taufkirchen im Landkreis München ein lebendiges, durchmischtes Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Einkaufen und Freizeit mit großzügigen Grünflächen auf attraktive Weise verbindet. Mit nachhaltiger Architektur, kurzen Wegen und einem hohen Anspruch an Lebensqualität schafft das Quartier neue Impulse für die Gemeindeentwicklung. Das Quartier ersetzt ein bestehendes, monofunktionales Gewerbeareal aus den 1970er Jahren, das heutigen Ansprüchen an Architektur, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit nicht mehr entspricht.

Rund 50 Prozent der Flächen im künftigen Quartier am Bahnhof sind für Wohnbebauung vorgesehen, mit einem Mix aus Ein- bis Fünfzimmerwohnungen. Ergänzt wird das Quartier durch soziale Einrichtungen wie Kindergärten, Jugendzentrum, Bürgertreff, Nachbarschaftshilfe, Bücherei, Volksschule und Ärztehaus. Damit sichert das Quartier am Bahnhof langfristig auch die ärztliche Versorgung in der Gemeinde. 

Hinter der Eigentümergemeinschaft des Quartiers am Bahnhof stehen unter anderem die Bäcker‑ und Konditoreigenossenschaft BÄKO München‑Altbayern und Schwaben, das Immobilienunternehmen Rock Capital Group, die Bernd Schwarz Projektentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft sowie die Gemeinde Taufkirchen.

Mehr Informationen: www.quartierambahnhof.de

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Infoblatt Quartier am Bahnhof Taufkirchen
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