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Zeitumstellung: Guter Schlaf zählt im Hotel an 365 Tagen im Jahr

LNGVTY nennt fünf Kriterien, an denen Reisende ein schlaffreundliches Hotel erkennen

Hotelbett

© LNGVTY / Kai Oppel
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München, 20. Oktober 2026 – Eine Stunde vor, eine Stunde zurück: Während zweimal im Jahr intensiv über Schlafrhythmus gesprochen wird, wird das Thema das ganze Jahr über zu oft vernachlässigt. „Für Vielreisende ist Schlafqualität keine Wellness-Zugabe, sondern Teil der Reise-Infrastruktur. Nicht nur an Tagen wie dem 24. und 25. Oktober, wenn von Sommer- auf Winterzeit umgestellt wird“, sagt Kai Oppel, Mitgründer der Hotel-Scoring-Plattform LNGVTY. Immer mehr Hotels erkennen das auch im Zuge der wachsenden Longevity-Bewegung.

Allein 2025 wurden nach Angaben des Verbands Deutsches Reisemanagement in Deutschland 116,1 Millionen Geschäftsreisen unternommen – 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Studien zeigen gleichzeitig, dass viele Geschäftsreisende im Hotel schlechter schlafen. „Besonders relevant sind Geräusche innerhalb und außerhalb des Zimmers sowie der Einfluss von Licht und anderen Faktoren auf die Schlaf- und Hotelzufriedenheit. Vieles davon lässt sich verbessern“, erklärt Oppel.

Schlaf erhält im von LNGVTY (www.lngvty.eu) entwickelten Score ein besonders hohes Gewicht. 24 Prozent entfallen auf die Schlafqualität, weitere 15 Prozent auf Lärm und Ruhe und acht Prozent auf Licht und Verdunkelung. Damit hängen 47 Prozent des gesamten Scores unmittelbar mit der nächtlichen Regeneration zusammen. LNGVTY analysiert Hotels anhand von acht gewichteten Dimensionen auf Longevity-Tauglichkeit. „Beim Thema Longevity geht es im Kern zunächst um Grundsatzfragen, die ein gesundes und damit längeres Leben fördern. Schlaf spielt eine elementare Rolle“, erklärt LNGVTY-Mitgründerin Valerie Constanze Dietrich.

Für LNGVTY steckt darin eine grundsätzlichere Entwicklung in der Hotellerie. Immer mehr Gäste wollen ihre gesunden Alltagsroutinen auch auf Reisen beibehalten – vom Training über Ernährung bis hin zu Schlaf und Regeneration. „Longevity beginnt nicht mit Biohacking. Es beginnt damit, nachts gut zu schlafen, sich zu bewegen, vernünftig zu essen und Routinen beibehalten zu können“, sagt Oppel.

Auch für Reisende kann sich deshalb der Blick auf andere Kriterien lohnen. Statt ausschließlich nach Frühstück, Spa oder Zimmergröße zu filtern, lohnt der Blick auf Bewertungen wie den LNGVTY-Score, der unter anderem Gästebewertungen systematisch nach Begriffen wie ruhig, hellhörig, Verdunkelung, Klimaanlage oder Straßenlärm analysiert und gewichtet.

Fünf Tipps für eine gute Hotelnacht an 365 Tagen im Jahr

  1. Verdunkelung ist mehr als ein Vorhang

Ein Hotelzimmer sollte sich möglichst vollständig abdunkeln lassen. Dazu gehören auch leuchtende Fernseher, Bedienfelder, Rauchmelder, Ladegeräte oder andere LEDs. Licht ist ein wichtiger Taktgeber der inneren Uhr. Insbesondere kurzwelliges, blau angereichertes Licht am Abend kann die körpereigene Melatoninproduktion stärker unterdrücken. Warmes und gedimmtes Licht mit geringerem Blauanteil belastet den circadianen Rhythmus dagegen deutlich weniger. Moderne Hotels experimentieren deshalb bereits mit dynamischen beziehungsweise circadianen Lichtkonzepten.

  1. Ruhe beginnt nicht erst beim Schallschutzfenster

Straßenverkehr und Nachbarzimmer sind nur zwei mögliche Störquellen. Auch zufallende Türen, Aufzüge, Flure, Sanitärgeräusche, Minibars oder Klimaanlagen können den Schlaf beeinträchtigen. Untersuchungen von Hotelgästen zeigen, dass gerade Geräusche innerhalb und außerhalb des Zimmers die Schlafqualität beeinflussen. Bereits das Fraunhofer-Institut für Bauphysik hat bei Untersuchungen festgestellt, dass Hotelakustik für Gäste eine erhebliche Rolle spielt.

  1. Eine Klimaanlage sollte kühlen – nicht wecken

Eine individuell steuerbare Raumtemperatur ist hilfreich, bringt jedoch wenig, wenn die Lüftung nachts so laut ist, dass Gäste zwischen Ruhe und angenehmer Temperatur wählen müssen. Für Hotels lohnt deshalb nicht nur der Blick auf die Kühlleistung, sondern auch auf die Geräuschentwicklung direkt am Bett.

  1. Abends warmes Licht, morgens Tageslicht

Gute Lichtplanung endet nicht bei einer hellen Lampe am Schreibtisch. Einige Hotelkonzepte arbeiten bereits mit Lichtstimmungen, die sich über den Tag verändern: heller und aktivierender am Morgen und tagsüber, wärmer und gedimmter am Abend. Entscheidend ist dabei weniger ein Marketingbegriff als die tatsächliche Lichtmenge und spektrale Zusammensetzung.

  1. Routinen auch auf Reisen ermöglichen

Ähnliche Schlaf- und Aufstehzeiten, vertraute Abläufe am Abend und ein möglichst ruhiges Schlafumfeld helfen dabei, den eigenen Rhythmus unterwegs beizubehalten. Aktuelle Forschung bewertet neben Schlafdauer und -qualität zunehmend auch die Regelmäßigkeit von Schlaf- und Wachzeiten als eigenständige Dimension.

Über LNGVTY
Über LNGVTY

LNGVTY ist eine von Kai Oppel und Valerie Constanze Dietrich gegründete Bewertungs-, Zertifizierungs- und Orientierungsplattform für Longevity in der Hospitality-Branche. Unter dem Leitgedanken „Verifying Longevity“ identifiziert LNGVTY Hotels, die Gesundheit, Regeneration und langfristiges Wohlbefinden nicht nur versprechen, sondern im konkreten Gästeerlebnis ermöglichen. Grundlage ist ein reproduzierbarer LNGVTY Score aus acht gewichteten Dimensionen – von Schlafqualität und Ruhe über Ernährung und Recovery bis zu Licht, Raumklima und Fitness. Weitere Informationen und Bewerbungen unter www.lngvty.eu.

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