München, 23. Juli 2026. Im Büro- und Geschäftsquartier Macherei München (www.die-macherei-muenchen.de) hat die hippo campus gemeinnützige GmbH am 22. Juli mit 70 Betreuungsplätzen die erste Kindertagesstätte des Quartiers eröffnet. ACCUMULATA hat das Ensemble mitentwickelt und verantwortet heute das Asset- und Quartiersmanagement: sechs Gebäude, mehr als 75.000 Quadratmeter Mietfläche, rund 2.500 Beschäftigte. Für das Unternehmen ist die Ansiedlung ein gezielter Eingriff in den Nutzungsmix. Denn eine Kita leistet, was kein weiterer Mietvertrag leisten kann: Sie bringt Alltag ins Quartier und bindet Beschäftigte wie Nachbarschaft an den Standort.
Was eine Kita für ein Quartier leistet
„Auch ein vollvermietetes Quartier muss aktiv weiterentwickelt werden, wenn es langfristig attraktiv bleiben soll“, sagt Konstantin Hähndel, Managing Director der ACCUMULATA. „Bei vielen Beschäftigten im Quartier fallen Berufs- und Familienphase zusammen. Das sind Jahre, in denen der Alltag mitentscheidet, wo Menschen arbeiten wollen. Wer diese Jahre am Standort leichter macht, bindet Menschen und mit ihnen Unternehmen. Mit hippo campus gewinnen wir dafür einen Träger, der die meisten seiner Einrichtungen in Bürogebäuden betreibt und dieses Umfeld seit 36 Jahren kennt.“
In Berg am Laim ist der Bedarf besonders klar belegt: 56 Prozent der Familien im Bezirk wünschen einen Krippenplatz (Kita- und Ganztagsbarometer 2025); der wohnortnahe Krippen-Versorgungsgrad lag zum Stichtag 1. Januar 2026 bei 32 Prozent, dem niedrigsten Wert aller 25 Münchner Stadtbezirke, und stagnierte seit 2024. Mit den neuen Plätzen steigt er auf aktuell 33 Prozent (Referat für Bildung und Sport). 36 der 70 Plätze entfallen auf die Krippe; die Einrichtung eröffnet damit in einem Umfeld mit strukturellem Nachfrageüberhang.
Die Kita an der Levelingstraße 4b wird nach dem Leitsatz „Jedes Kind braucht ein Dorf zum Erwachsenwerden“ betrieben. „Die kleineren Gruppengrößen von maximal 17 Kindern statt der üblichen 25 geben uns mehr Zeit für jedes einzelne Kind“, erklärt Rebecca Hempen, Geschäftsführerin der hippo campus gGmbH. Gekocht wird täglich frisch im Haus, der Außenbereich misst über 400 Quadratmeter.
Was Mieter davon haben: das Beispiel MSD
Dahinter steht Arbeitsmarkt-Arithmetik: 86 Prozent der Unternehmen bezeichnen familienfreundliche Maßnahmen als bedeutsam, in drei von vier Unternehmen mit Fachkräftesicherungsstrategie ist Vereinbarkeit ausdrücklich Teil dieser Strategie (IW Köln im Auftrag des BMFSFJ, 2023). Wie das in der Praxis aussieht, zeigt ein Beispiel aus dem Quartier selbst: MSD, ein biopharmazeutisches Unternehmen, war an seinem früheren Standort in Haar rund 25 Jahre mit hippo campus verbunden. Beim Umzug in die Macherei war früh klar, dass ein solches Angebot auch hier gebraucht wird. Als ACCUMULATA im Zuge der Weiterentwicklung des Quartiers eine Kinderbetreuung auf den Weg brachte und einen passenden Träger suchte, empfahl MSD hippo campus.
„Das Projekt ist ein großartiges Beispiel dafür, was erreicht werden kann, wenn Unternehmen, Betreuungsanbieter und Partner alle am selben Strang ziehen. Wir freuen uns sehr, dass mit hippo campus ein Träger in die Macherei kommt, mit dem wir schon viele Jahre sehr gut zusammenarbeiten“, sagt Kevin Peters, Geschäftsführer von MSD in Deutschland. „Eine gute Kinderbetreuung in der Nähe des Arbeitsplatzes ist für unsere Mitarbeitenden wichtig, um Privatleben und Beruf vereinbaren zu können. Uns war aber ebenso wichtig, die Kindertagesstätte für alle Eltern in der Nachbarschaft zu öffnen. Als Unternehmen sind wir Teil der Gemeinschaft.“
Bildungsinfrastruktur wird zum Branchenthema
Der Markt bewegt sich in dieselbe Richtung: bulwiengesa beziffert in der Grundlagenstudie „Werte schaffen durch Bildungsimmobilien“ (2025) den bundesweiten Fehlbestand auf über 300.000 Kita-Plätze und den Investitionsrückstand bei Kitas und Schulen auf 68 Milliarden Euro; seit dem Frühjahr 2026 bündelt die Initiative Bildungsimmobilien führende Marktakteure. In der Macherei, die bulwiengesa bereits in seiner Stadtquartiere-Studie als Beispiel kommerzieller Quartiere führt, wird aus diesem Befund gebaute Praxis.
Vom Entwickeln zum Kuratieren
Seit der offiziellen Eröffnung 2022 hat ACCUMULATA die Macherei München, als erstes Quartier Deutschlands mit LEED Gold ausgezeichnet, kontinuierlich weiterentwickelt. Nach dem Neuaufsatz des gastronomischen Konzepts mit dem indischen Restaurant SWAAD und den Magic-Chefs-Betrieben Moccafé und M8-Factory ergänzt die Kita nun den Nutzungsmix um soziale Infrastruktur. Die Asset-Management-Strategie zielt auf eine Mieterstruktur, in der sich die Nutzungen gegenseitig tragen: Büro bringt Frequenz für Gastronomie und Handel, Betreuung bindet Beschäftigte und Nachbarschaft an den Standort.
Quartiersmanagement macht den Nutzungsmix wirksam
Ein wesentlicher Baustein der Asset-Management-Strategie von ACCUMULATA ist das aktive Quartiersmanagement, das seit der Eröffnung 2022 kontinuierlich zur Attraktivitätssteigerung des Standortes beiträgt. „Unser Quartiersmanagement-Ansatz schafft gezielt Anlässe für Begegnungen zwischen Büronutzern, Anwohnern und Besuchern“, erklärt Hähndel. „Von Markenkooperationen und Konzerten über Public Viewing bis zur jährlichen WeihnachtsMacherei: Diese Formate beleben die öffentlichen Bereiche, machen das Quartier über die Bürozeiten hinaus sichtbar und stärken die Identifikation mit dem Standort.“
Das Quartiersmanagement betreibt im Gebäude M2 eine zentrale Anlaufstelle für alle Nutzer des Quartiers und koordiniert regelmäßig Events für unterschiedliche Zielgruppen: Afterwork-Veranstaltungen für Mitarbeitende der ansässigen Unternehmen, Kunstausstellungen in Kooperation mit dem Munich Art District (MAD) in der Lobby-Galerie und Familienprogramme wie der Kindertag im Sommer. Beides zielt auf dasselbe: ein Quartier, das auch nach Büroschluss lebt, und Mieter, die bleiben. Die Kita war in dieser Logik der nächste Schritt, und der erste, der das Quartier auch für die Jüngsten öffnet.
Daten zur Macherei München
- Lage: Berg am Laim, München Ost
- Mietfläche: über 75.000 Quadratmeter
- Nutzung: Büro, Einzelhandel, Gastronomie, Hotel, Fitness, Kinderbetreuung
- Mitarbeiter im Quartier: ca. 2.500
- Vermietungsstand: vollvermietet
- Fertigstellung: 2022
- Zertifizierung: LEED Gold auf Quartiersebene, erstes Quartier in Deutschland